Food Truck Beratung
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Sortimentswechsel – kann das gut gehen?

Ab wann es sich lohnt, dein Speisenkonzept zu überdenken

27.03.2022 / aktualisiert am 05.02.2026

Der Übergang von links Buddha Bowls zu rechts Buger & Sandwiches

Viele Food-Truck-Gründer merken erst nach einigen Monaten, dass der ursprüngliche Konzept-Ansatz im Alltag nicht so funktioniert wie gedacht — trotz Leidenschaft und Mühe.

Typische Hinweise dafür:

  • Du verkaufst zu wenige Portionen bei deinen Standorten.
  • Kunden kaufen nicht regelmäßig.
  • Catering-Aufträge bleiben aus.
  • Deine Speisekarte ist zu spezialisiert und spricht zu wenige an.

Kurz gesagt: Wenn der wirtschaftliche Alltag nicht zur Vision passt, kann ein konzeptioneller Check sinnvoll sein.

Analyse: Warum läuft das ursprüngliche Speisenkonzept nicht?

Einige Gründe, warum ein Konzept unverändert nicht funktioniert:

Zu enge Zielgruppe

Ein rein vegetarisch/veganer Ansatz kann z. B. Kundengruppen ausschließen, die – trotz gesunder Ernährung – klassische Comfort-Food-Gerichte bevorzugen.

Unklare Kommunikation nach außen

Wenn die Außenwirkung (Truck-Beschriftung, Bilder, Beschreibungen) anders wahrgenommen wird als gedacht, verstehen Kunden das Angebot falsch.

Probleme bei der Nachfrage- bzw. Zielgruppenanalyse

Oft zeigt sich erst im realen Betrieb, für wen und zu welchen Zeiten Nachfrage besteht.

Strategien für einen erfolgreichen Sortimentswechsel

Datenbasiert entscheiden

Schau dir echte Verkaufszahlen, Stoßzeiten und Kundenrückmeldungen an — nicht nur Bauchgefühl.

  • Was verkauft sich gut?
  • Wo bleibt die Nachfrage aus?
  • Welche Gerichte haben echte Wiederkäufe?

Handlung: Reduziere das Sortiment dort, wo es wiederholt schwach läuft. Ergänze Angebote, die mehrfach gewünscht wurden.
In kleinen Schritten testen

Nicht gleich das gesamte Konzept umwerfen, sondern schrittweise:

Du hast z. B. vegetarische Bowls? Teste ergänzende Klassiker wie Burger oder Käsespätzle, um zu sehen, wie die Resonanz ist.
→ Durch wöchentliche oder saisonale Specials kannst du testen, ohne dich komplett festzulegen.

Achte auf Markenidentität

Wenn du ein neues Gericht aufnimmst, muss die äußere Darstellung (Truck-Farbe, Logos, Schriftzüge) stimmig sein — sonst entsteht kundenseitige Verwirrung.

Was funktioniert eher nicht (und warum)?

Völlige Neuausrichtung ohne Kontext

Eine 180-Grad-Kehrtwende (z. B. komplett anderes Produkt) wirkt für Kund:innen oft willkürlich und bricht mit deiner bisherigen Identität.

Hektisches "Trend-Surfen" ohne Konzept

Nur weil ein Trend beliebt ist (z. B. Fusion-Gerichte, Bowls), heißt das nicht, dass er zu deinem Betrieb passt. Konzeptionelle Passung ist entscheidend.

Praxis-Checkliste für den Konzeptwechsel

To-Do

Ziel

Verkaufstrends analysieren

verstehen, was Kunden wirklich wollen

Angebotsbreite moderat anpassen

Balance zwischen Fokus und Reichweite

Kundenfeedback einholen

echte Rückmeldungen statt Annahmen

Außenwirkung überprüfen

Marke und Angebot stimmen überein

Schrittweise testen

Risiken minimieren

Fazit

Ein Speisen- bzw. Sortimentswechsel kann nicht nur "gut gehen".

Er kann notwendig und wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn er datenbasiert, strategisch und auf deine Identität abgestimmt geschieht. 

Kleine Schritte und regelmäßige Tests sind dabei oft erfolgreicher als radikale Kehrtwenden.

Wenn dein aktuelles Speisenkonzept nicht trägt, brauchst du keine neuen Rezepte

Sondern bessere Entscheidungen.

Im Food-Truck-Workbook gehst du Schritt für Schritt durch Zielgruppe, Einsatzarten, Sortimentstiefe und Wirtschaftlichkeit – damit Anpassungen nicht aus dem Bauch heraus passieren, sondern aus einem belastbaren Konzept heraus.

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