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Start-Up & Foodtruck Blog

2021-09-30

Warum läuft’s nicht mit meinem Foodtruck? Teil 2

hunger-ge03b7d7c4_640.jpgIm letzten Blogeintrag ging es bereits um mögliche Gründe, warum das eigene Foodtruck Business nicht so richtig laufen will. Hier ist die Fortsetzung der Liste: 

Unzureichende Unternehmer-Mentalität, keine BWL Kenntnisse
Jeder, der ein Unternehmen führt, sollte zumindest grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse haben. Natürlich gehört, wie so oft im Leben, auch eine ordentliche Portion Glück und Mut mit dazu, um seine Ziele zu erreichen. Aber Glück und Mut alleine reichen nicht aus. Um die richtigen Schlüsse zu ziehen und die richtigen Entscheidungen treffen zu können, sollte ein Unternehmer nicht ausschließlich auf sein Bauchgefühl hören, sondern auch wissen, was er da macht und welche Konsequenzen sein Handeln hat. Hin und wieder ein paar Kennzahlen zu berechnen, ist dabei meist unerlässlich.

Zu wenige Catering Aufträge
Unter uns: Caterings sind in der Regel deutlich lukrativer als das Mittagsgeschäft oder Festivals. Denn abgesehen davon, dass man keine Gebühren bezahlen muss, fällt die Gewinnmarge deutlich höher aus. Kombiniert mit einer hohen Abnahmemenge, ergibt sich daraus oft ein Vielfaches an Umsatz im Vergleich zum Umsatz beim Mittagstisch. Mehr Gewinn bei gleicher Arbeit - klingt gut, oder?
Daher ist es wichtig, rechtzeitig an diese Einnahmequelle zu denken, sich dementsprechend zu positionieren und es auch zu bewerben, um eine ausreichende Anzahl an Catering-Aufträgen generieren zu können. In deinem ersten Jahr wirst du vielleicht nur eine Handvoll Aufträge haben. Das macht aber nichts, denn bekanntlich fängt jeder mal klein an. Geduld lautet hier das Zauberwort.

Verschärfte Konkurrenzsituation in einem gesättigten Markt
Foodtrucks gibt es mittlerweile überall im Lande, selbst in ländlichen Regionen. Und heutzutage kann auch fast jeder mit dem Begriff „Foodtruck“ etwas anfangen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man erklären musste, was denn ein jetzt „Foodtraktor“ oder ein „Fudragg“ eigentlich sein sollen. Die Vielzahl an Trucks führt zwangsweise dazu, dass möglicherweise für den einzelnen nicht mehr genug zu holen ist. Irgendwann sind eben die guten Spots voll belegt und die wichtigen Kontakte zu namhaften Auftraggebern geknüpft. Als Neueinsteiger hat man es da sehr schwierig, vor allem, wenn man der 10. Truck mit dem gleichen Konzept in der Stadt ist. Womit wir auch bei nächsten Punkt wären …

Undurchdachtes Konzept / Copy & Paste oder zu speziell
Ich bezweifel die Sinnhaftigkeit, mit einem Konzept, das es so oder sehr ähnlich schon häufiger in deiner Stadt gibt, in den Markt einzusteigen. Der Klassiker hierbei: Burger und Pommes. Zugegeben, dafür hat fast jeder Kunde ein Herz und die Nachfrage kann dementsprechend vorhanden sein. Aber eben nicht, wenn man nicht aus der Masse an Angeboten hervorstechen kann, weil man nichts Besonderes hat und glaubt, Standard-Convenience-Ware zu überhöhten Preisen unter das Volk bringen zu können.
Genauso wenig ist es zielführend, sich zu speziell zu positionieren. Denn in irgendeiner Form, sollte man sicherstellen, dass man eine ausreichend große Zielgruppe anspricht. Oftmals ist es eine Gratwanderung zwischen ausgefallen und zu speziell. Nicht umsonst kennen wir den Spruch “Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht” bereits aus unserer Kindheit. Ein Truck mit glutenfreien Insekten-Burgern? Ich weiß ja nicht so richtig …

Schlechte / keine Website
Nicht nur im Streetfood Bereich, sondern generell bei kleinen Unternehmen ist häufig gar keine oder nur eine dürftige Website vorhanden. Dabei ist genau diese so wichtig. Die Website ist der Dreh- und Angelpunkt der Vermarktung. Je früher man das begreift und auch umsetzt, desto besser. Kunden und Interessenten sollen regelmäßig auf deine Website schauen und nicht nur auf deine Facebook-Seite. Es lohnt sich, Zeit (und ein bisschen Geld) zu investieren, um eine gute Website zu erstellen oder erstellen zu lassen. Baukasten-Websites sind heutzutage so benutzerfreundlich, dass man intuitiv schnell durchsteigt. Und meist sind sie auch preiswert. Wenn man sich dann noch ein bisschen Wissen aneignet, welche Kriterien für eine gute Platzierung bei Google wichtig sind, kann das große Effekte auf den (langfristigen) Erfolg haben.

Admin - 10:16:41 @ Allgemein, Existenzgründung, Foodtruck, Marketing