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Start-Up & Foodtruck Blog

2021-09-30

Warum läuft’s nicht mit meinem Foodtruck? Teil 1

portrait-g0808e4af1_1280.jpgErst gestern habe ich in einer Whatsapp-Gruppe wieder gelesen, dass jemand seinen Foodtruck nach nicht einmal zwei Jahren wieder aufgibt. Leider ist das in der Streetfood-Szene keine Seltenheit. Am Anfang ist es immer die „große Leidenschaft“, die zum Beruf gemacht wird. Aber oftmals ist diese sehr schnell verflogen. 

Warum werfen Neueinsteiger so oft nach kurzer Zeit das Handtuch? 

Hier ist eine Liste:

Unzureichende Werbung an den Standorten

Nur wenige Trucker nehmen die Arbeit auf sich, an all ihren Standorten wirklich Werbung zu machen und verlassen sich auf die Mundpropaganda. “Das wird sich schon rumsprechen, irgendwann wissen alle Bescheid und dann stehen sie Schlange.” Satzteil 1 – ja, Satzteil 2 – nein. Mit Sicherheit wird es sich mit der Zeit rumsprechen, dass du mit deinem Truck an Standort XY unterwegs bist. Aber das alleine reicht nicht aus. Auch wenn es sehr anstrengend ist, solltest du dir zumindest am Anfang deiner Karriere die Mühe machen und Klingeln putzen bis der Finger schmerzt und Telefonate führen bis die Ohren glühen.

Auf Social Media verlassen

Damit einher geht auch häufig die Vorstellung, dass Vermarktung ausschließlich aus der Pflege einer Social Media Seite besteht. Natürlich ist eine Facebook-Seite und vielleicht ein Instagram-Account nicht gerade schädlich, aber es ist eben bei weitem nicht alles. Es nützt dir wenig, wenn du 500 Follower aus Hamburg hast, deinen Truck aber in Stuttgart betreibst.

Falsche Erwartungen an die Selbstständigkeit

“Mit einem Foodtruck wird man reich!” - Kann man, je nachdem wie man das Wort “reich” definiert. Aber die allerwenigsten können das von sich behaupten und in der Realität weiß man auch nicht wirklich, wie viel Glauben man solchen Aussagen schenken darf. Im Zweifel sind sie es nicht, denn es gibt mit Sicherheit entspanntere Tätigkeiten als einen Foodtruck zu betreiben, wenn man denn schon reich geworden ist.
Lange Arbeitszeiten, Durchhaltevermögen und ein guter Umgang mit der stetigen Ungewissheit, ob vielleicht alles nach hinten losgeht, gehören leider zu jeder Selbstständigkeit dazu.

Falsche Erwartungen an Mittagstisch und Festivals
Wer sich alleine auf den Umsatz beim Mittagstisch und auf Festivals verlässt, der schaut meist in die Röhre. Alleine aufgrund des kurzen Zeitfensters lässt sich im Mittagsgeschäft nur ein begrenzter Umsatz erzielen. Meist spielt sich alles innerhalb von ein bis zwei Stunden ab. Wer da nicht in der Lage ist, einen hohen Output zu erzielen, um eine hohe Nachfrage überhaupt bedienen zu können, hat schlechte Karten.
Auch haben Neu-Trucker häufig eine völlig falsche Vorstellung von Streetfood Festivals. Hier gilt es, schon bei der Platz-Buchung darauf zu achten, dass es nicht zu viel Konkurrenz gibt und auch die Teilnahmekonditionen stimmig sind (Teilnahmegebühr, eventuelle Verkaufsbedingungen, wie Frei-Essen und vorgeschriebene Probierportionen, und Stornierungsregeln beachten). Den Namen des Veranstalters zu googeln ist sicher auch nicht verkehrt, um in Erfahrung zu bringen, ob  dieser in der Vergangenheit schon mal negativ aufgefallen ist.

Admin - 08:51:00 @ Allgemein, Existenzgründung, Foodtruck, Marketing